Normalerweise verlasse ich eine Stadt mit dem Gefühl, diese Stadt das erste und letzte Mal in meinem Leben gesehen zu haben. Nicht, weil mir die Stadt nicht gefallen hat, sondern weil es so viele andere Orte auf der Welt gibt, die ich noch nicht kenne und die es noch zu entdecken gilt. Nach meinem Wochenende in Hamburg war es anders: Ich hoffe, dass wir zwei uns eines Tages wiedersehen. Dann möchte ich wieder durch die Speicherstadt fahren, unbekannte Stadtviertel entdecken und an der Alster entlangwandern. Meine 7 Hamburg Tipps für ein langes Wochenende 

Hamburg Tipps: #1 Die Speicherstadt per Barkasse erkunden

Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, dienten die Lagerhallen als Speicher für Gewürze, Kaffee und Tee, die über den Wasserweg in der Hafenstadt Hamburg einliefen. Die Backsteinlagerhäuser kann man zu Fuß erkunden, noch schöner aber ist es, mit der Barkasse durch die Fleete zu fahren und zuzuschauen, wie die enormen Lagerhäuser aus Backstein vorüberziehen. Heute hat die Speicherstadt ihre ursprüngliche Funktion verloren, denn gespeichert wird in den Hallen nichts mehr. Die Speicherstadt beherbergt neben Museen vor allem Teppichhändler.

Hamburg Tipps: Besuch der Speicherstadt

Darf bei keinem Hamburg Wochenende fehlen: Auf dem Wasserweg durch die Speicherstadt

Hamburg Tipps: #2 Den Hamburger Hafen erkunden

Wir sitzen in der Barkasse, schippern durch die Fleete. Das letzte Schleusentor trennt uns vom Hamburger Hafen – das Tor zur Welt. Vom Hamburger Hafen aus sehen wir die Baustelle HafenCity, die Elbphilharmonie, das an der Elbe im Entstehen ist und fahren vorbei an den Docks im Hafen. Aber auch bei einem Spaziergang an der Elbe lässt sich die Hafenstimmung einatmen.

Hamburger Hafen

Ein grauer Morgen am Hamburger Hafen

Hamburg Tipps: #3 Rauf auf den Michel und Hamburg von oben sehen

452 Stufen oder 52 Stufen und ein Fahrstuhl führen auf den 132 Meter hohen Turm der St.-Michaelis-Kirche, den Michel. Also auf eine Höhe, in der für Hamburger der Sauerstoff schon knapp wird, wie ein Guide scherzhaft meint. Ich entscheide mich aufwärts für die Stufen, weil ich das Innere des Turms sehen möchte, aber man kann getrost den Aufzug nehmen. Von oben sehen wir auf die Stadt unter uns, auf den Hamburger Hafen und die Alster, auf Speicherstadt und Fleete. Hamburg meint es gut mit uns und präsentiert sich in Himmelblau pur. Zum Verlieben!

Hamburg von oben Michel

Einfach top! Die Aussicht vom Michel

Hamburg Tipps: #4 Paddle, wer kann!

Eine Barkasse bringt uns über die Alster zu den Hamburger Kanälen, andere sind mit Tretboot, Ruderboot oder Kanu unterwegs. Die kleinen Kanäle, die in allen Grüntönen leuchten, versprühen so viel Charme. Und noch einmal schöner muss es sein, mit einem motorlosen Untersatz durch diese Kanäle zu fahren. Am Uferrand steht ein Reiher. Ein gutes Zeichen für die Wasserqualität der Kanäle, da sich diese eleganten Wasservögel nur an sauberen Gewässern aufhalten.

Kanäle Hamburg

Grün gibt in den Alsterkanälen den Ton an.

Hamburg Tipps: #5 Abends auf der Poggenmühlen-Brücke stehen und zusehen, wie in der Speicherstadt die Lichter angehen

Wenn es dunkel wird, gehen in der Speicherstadt die Lichter an: Diesen magischen Moment kann man jeden Abend nach Sonnenuntergang auf der Poggenmühlen-Brücke erleben, wenn Speicherstadt und Wasserschloss in einem Lichtermeer erstrahlen. Mehr Magie geht nicht!

Hamburg Speicherstadt Nacht

Die Speicherstadt mit Wasserschloss bei Nacht

Hamburg Tipps: #6 Im Kontorhausviertel nach oben schauen

Hamburg ist keine Stadt, die mit verwinkelten Gässchen, Altstadtflair und gotischen Bauten punktet. Dafür beeindrucken mich die Bauten der Speicherstadt und die imposanten Kontorhäuser, die sich so von all dem unterscheiden, was ich von anderen Städten her kenne. Die Bürogebäude mit ihren symmetrischen Außenfassaden und den Innenhöfen sollte man sich von nahe anschauen und den Blick nach oben richten.

Kontorhausviertel Sprinkenhof

Blick gen Himmel

Hamburg Tipps: #7 Treppensteigen in Blankenese

Blankenese stand nicht auf unserer Must-See-Liste für Hamburg. Das einstige Fischerdorf und heutige Villenviertel lohnt aber einen Abstecher. Wer wie wir mit der S-Bahn nach Blankenese fährt, für den geht es über zahllose Treppen und verwinkelte Gässchen hinunter Richtung Elbe. Die Treppen führen an idyllischen Häuschen und kleinen Gärten vorbei. Hier lohnt sich das Treppensteigen wirklich!

Blankenese

Früher Fischerdorf, heute Villenviertel: Blankenese

Was mich bei unserem langen Wochenende in Hamburg weniger begeistert hat? Der Hamburger Fischmarkt.

Was sind eure besten Tipps für ein langes Wochenende in Hamburg?