Wenn ich an den Hamburger Fischmarkt dachte, hatte ich das Bild einer großen Markthalle vor Augen, in der frischer Fisch aller Art und Größe zum Kauf angeboten wird, dazwischen vereinzelte Obst- und Gemüsehändler und ein paar Stände mit Blumen. Ich hörte Marktschreier ihre Waren anbieten und um die Gunst der Marktbesucher werben. Die Realität entsprach nicht ganz diesem Bild. Der Hamburger Fischmarkt ist ein großer Markt, auf dem es neben Fisch und Fischbrötchen auch Kleidung, allerhand Tand, Obst, Gemüse, Blumen und Accessoires zu kaufen gibt.

Ich wollte unbedingt auf den Fischmarkt, weil er so typisch für Hamburg ist und auf fast jeder Liste mit Tipps für Hamburg steht. Also musste der Abstecher am Sonntagmorgen kurz vor der Heimreise einfach noch sein. Und obwohl ich zu keinem Fischmarkt-Fan mutiert bin, bereue ich es nicht, dass ich schon um 6.00 Uhr morgens auf dem Fischmarkt war.

Dass andere den Hamburger Fischmarkt so anders erleben als ich, kann ich trotzdem gut verstehen. Wer generell gerne auf Märkten unterwegs ist, wird von der Stimmung begeistert sein. Denn neben den Marktständen gibt es Live-Musik und Hafen-Feeling. Und auch nach dem Ausgehen stelle ich mir den Fischmarkt toll vor: noch schnell ein Fischbrötchen essen und zuschauen, wenn über dem Hafen die Sonne aufgeht. Ich war weder nach dem Ausgehen dort, noch bin ich ein Liebhaber von Märkten. Und zu hohe Erwartungen hatte ich wohl auch. Schön fand ich am Hamburger Fischmarkt die Hafen-Stimmung und Fischauktionshalle samt Live-Musik. Doch Hamburg hat für mich viel eindrucksvollere Fleckchen zu bieten als den Fischmarkt.