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Serengeti Safari

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Schon seit ich ein Kind bin, träume ich davon: von einer Serengeti Safari. Nicht die Doku “Serengeti darf nicht sterben” stand hinter meinem Traum, sondern der Jugendroman “Meine Träume ziehen nach Süden”. Eine genaue Vorstellung von der Serengeti hatte ich als Kind natürlich nicht: Es war einfach das Land der Löwen, Elefanten und Giraffen. Und jetzt sollte ich die Serengeti selbst bereisen.

Warum eine Serengeti Safari?

Kein Land, außer vielleicht Botswana, sei für eine Safari schöner als Tansania. Nicht Südafrika, nicht Kenia und auch nicht Namibia. Das habe ich mir sagen lassen. Wochen- ja monatelang war ich voller Vorfreude, aber dann, kurz vor Start, hatte ich Zweifel: Würde mein Traum wahr werden oder einfach zerplatzen? Was, wenn wir weder Löwen noch Leoparden sehen?

November ist nicht unbedingt die Hauptreisezeit für eine Serengeti Safari. Da die kleine Regenzeit in den November fällt, sind die Preise im Verhältnis etwas günstiger. Und da weniger Touristen, folglich auch weniger Jeeps, unterwegs sind, sollte die Safari etwas ruhiger verlaufen. Im November machen sich die ersten Herden der kenianischen Massai Mara auf den Weg in die Serengeti. Mit etwas Glück sollten wir auch eine Zebra- oder Gnuherde sehen. Die beste Zeit für die Migration aber ist die große Regenzeit, wenn sich die weite Steppe der Serengeti fast schwarz färbt – durch die unzähligen Gnus und Zebras. Da die große Regenzeit von März bis Mai eine Serengeti Safari aber nahezu unmöglich macht, ist vor allem der Februar ein empfehlenswerter Monat. Habe ich mich falsch entschieden und am falschen Ende gespart?

Sonnenuntergang Tarangire
Sonnenuntergang im Tarangire Nationalpark

Station 1 unserer Safari: der Tarangire Nationalpark

Unsere Safari führt uns nicht nur in die Serengeti: Bevor ich das Land meiner Träume sehen darf, stehen Erkundungstouren im Tarangire Nationapark und beim Lake Manyara auf dem Programm. Schon auf der Fahrt zu unserer ersten Lodge sind alle Bedenken wie weggefegt: Ein Impala steht am Wegesrand, ein Elefant kreuzt unseren Jeep. Wir erspähen eine Giraffe, die am Fluss steht. Viel zu schnell fährt der Fahrer an Elefant, Impala und Giraffe vorbei. Ich würde am liebsten stehen bleiben und einfach schauen. Schauen und staunen.

Der Tarangire Nationalpark gilt als die Heimat der Elefanten. “The home of the elephant”, steht groß auf dem Schild, das den Eingang zum Nationalpark kennzeichnet. Wir sehen die liebenswerten Dickhäuter, die, so erzählt uns unser Guide Daniel, aggressiv werden können, wenn Junge dabei sind. Nur nicht den Weg abschneiden, nicht direkt davor stehen bleiben, sondern in einigen Metern Entfernung. Die karge Landschaft des Tarangire Nationalparks ist von knorrigen Affenbrotbäumen geprägt. Nicht nur Elefanten, auch Löwen, Zebras und Impalas sehen wir hier. Ich bin begeistert. Wird die Serengeti das noch toppen können?

Elefant Tarangire
Tarangire Nationalpark, “the home of the elephant”

Zebras Tarangire
Schau mir in die Augen, Kleines

Safari Station Nr. 2: Lake Manyara

Zweite Station unserer Safari ist Lake Manyara. Lake Manyara ist vor allem für seine Affen, Schlangen und den Hippo Pool bekannt. Wir sehen Affen beim Lausen, Affen, die unseren Weg blockieren – oder vielleicht ist es ja umgekehrt? Sind nicht vielmehr wir es, die ihren Weg durchkreuzen? Baumlöwen und Schlangen sehen wir keine. Beim Hippo Pool fängt es an zu regnen. Während die anderen zu den Flusspferden schauen, die im Sucher meiner Kamera verschwindend klein sind, richte ich meine Augen auf die Zebras und Gnus am Horizont. Dem Vergleich mit Tarangire hält Lake Manyara nicht statt.

Affe Lake Manyara
Lake Manyara, bekannt für seine Affen

Serengeti Safari: Ein Traum wird wahr

Dritte Etappe unserer Safari: die Serengeti. Doch von der Serengeti trennen uns noch vier bis fünf Stunden Autofahrt – teils über holprige Asphaltstraßen, teils über Erd- und Schotterwege. Auf dem Weg in die Serengeti passieren wir einen wunderschönen Aussichtspunkt über den Ngorongoro Krater, die letzte Station unserer Safari. Danach geht es durch die Ngorongoro Conservation Area, durch eine teils hügelig-gebirgige Landschaft. Die Landschaft ist so schön. Ich kann und mag meinen Blick nicht abwenden. Dann erreichen wir die endlos scheinende Weite der Serengeti. Impalas und Zebras begleiten uns auf unserem Weg in die Lodge. Die Zebras stehen zu zweit, zu dritt oder gar zu viert zusammen, in der Mittagshitze. Vielleicht wollen sie sich gegenseitig etwas Schatten spenden, mutmaße ich. Doch nicht das steht hinter den kleinen Gruppierungen: Sie decken so ein möglichst weites Blickfeld ab, um im Falle eines Angriffs schnell reagieren zu können.

Die erste Erkundungstour in der Serengeti: Welche Tiere werden wir sehen? Die Tour startet langsam. Guide Daniel hält nach Raubkatzen Ausschau. Ich freue mich auch über Giraffen, Zebras und Gnus. Und Zebras und Gnus gibt es reichlich: Sie sind in kleinen Herden unterwegs.

Sobald Guide Daniel aufs Gaspedal drückt, macht sich Aufregung im Jeep breit. Über Funk ist Daniel über eine Entfernung von 1.000 Kilometern mit anderen Fahrern und Rangern verbunden. Was werden wir diesmal sehen? Einen Löwen oder gar einen Leopard? Denn so viel ist jetzt schon klar: Für ein Zebra oder ein Impala steigt der Guide nicht aufs Gas. Wir sehen einen männlichen Löwen, der direkt vor unserem Jeep innehält und sich einfach hinlegt. Wir sehen einen Leopard, der sich in einer Baumkrone ausruht. Und wir sehen einen fressenden Gepard: für Guide Daniel das Highlight unserer Safari – nicht nur in der Serengeti, sondern überhaupt. Der Gepard zerfleischt im Schatten eines Baumes seine Jagdbeute: eine Gazelle.

Ich kann gar nicht sagen, was mein persönliches Highlight ist: die Löwenjungen, der Gepard oder doch die elegant dahinschreitenden Giraffen. Ich liebe die Serengeti: ihre Tiere und ihre Landschaft. Das erste Mal in meinem Leben sehe ich in den Nationalparks im Norden Tansanias Elefanten & Co. in ihrer natürlichen Umgebung. Sie streifen durch das Land, ruhen direkt neben unserem Jeep aus – nicht, weil ich dafür bezahle, sondern weil sie das wollen. Und das ist wohl das Schönste überhaupt.

Serengeti Safari: Giraffen beim Spielen
Zwei Giraffen beim Spielen in der Serengeti

Safari Serengeti: Eine Herde Elefanten
Eine Elefantenherde zieht an uns vorbei.

Zebras Wasserstelle Serengeti
Zebras an einer Wasserstelle in der Serengeti

Löwe Serengeti
Ein Löwe ruht sich direkt vor unserem Jeep aus.

Löwinnen Safari Serengeti
Zwei Löwinnen streifen durch die Serengeti.

Fressender Gepard Serengeti
Laut Guide Daniel das Highlight unserer Safari: ein fressender Gepard

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5 COMMENTS

  1. Super Bilder! Wenn man das so sieht, möchte man am liebsten sofort selbst in die Serengeti fahren. Ich bin ja auch ein ziemlicher Wildlife-Fan und eine Safari steht ganz weit oben auf meiner Reiseliste. Danke für die guten Tipps!

  2. Sehr cooler Bericht mit tollen Bilder !
    Da bekommt man richtig Lust, auch einmal auf Safari zu gehen !
    Naja, wenn alles klappt, dann sind wir 2016 auch mal für 26 Tage auf der Pirsch !

    Ist zwar noch lange hin, aber wir hoffen mal, dass es klappt !

    Viele Grüße
    Bibo & Tanja

    • Oh, wie schön, dass ihr so viel Zeit für eure Safari habt! Wohin soll’s denn gehen? Drück euch ganz fest die Daumen, dass es klappt! Für mich war es einfach wunderschön, so nahe an Löwen und Co. zu sein. Würde sofort wieder eine Safari machen. Ein anderes Mal vielleicht in Botswana, wer weiß…?
      Liebe Grüße
      Michi

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