Idyllische Buchten, malerische Fischerdörfer und ein unterirdischer See zählen zu den schönsten Spots auf unserer Reise rund um Kefalonia. Eine Insel zum Schauen, Staunen und Verweilen.

Reiseroute Kefalonia: Vom Flughafen nach Argostoli
Unsere Rundreise starten wir direkt beim Flughafen. Bereits vor unserem Urlaub in Kefalonia haben wir online einen Mietwagen gebucht. Alles klappt reibungslos und schon bald sitzen wir in unserem praktischen Nissan auf dem Weg nach Argostoli, der Hauptstadt von Kefalonia. Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, will ich unbedingt zum Hafen, um vielleicht eine der großen Meeresschildkröten zu erspähen, die hier regelmäßig auftauchen sollen. Und ja, ich habe Glück! Wir flanieren am Hafen entlang, spazieren ans andere Ufer der Hafenbucht und genießen die Abendsonne. Am Abend setzen wir uns in die Casa Grec, laut Tripadvisor das beste Restaurant in Argostoli. Die Vorspeisen sind lecker, die Hauptspeise trifft weniger meinen Geschmack. Doch das maritim-mediterrane Ambiente und der griechische Bio-Wein machen das locker wieder wett.

Kefalonia Argostoli Argostoli, die Hauptstadt Kefalonias

Reiseroute Kefalonia: Argostoli – Petani Beach – Porto Atheras – Myrtos Beach – Assos – Fiskardo
Am nächsten Morgen kann ich es kaum erwarten, endlich in den Mietwagen zu steigen. Ich will die Strände sehen, für die Kefalonia berühmt ist: Petani Beach, Antisamos Beach und allen voran, den Myrtos Beach – der berühmteste Strand der Insel und einer der meist fotografierten Griechenlands. Doch zuerst geht es für uns Richtung Petani Beach. Die Bucht ist ein Traum: Das Wasser glitzert von Türkis bis Meerblau, der Strand leuchtet hell in der Sonne. Die doch noch sehr frische Wassertemperatur und die hohen Wellen halten mich dann doch davon ab, mehr als nur die Füße ins Wasser zu stecken.

Petani Beach So schön ist Kefalonia: Blick über den Petani Beach

Porto Atheras Kefalonia Porto Atheras

Unsere Reiseroute führt uns weiter über Porto Atheras zum Myrtos Beach. Schon von der Küstenstraße aus werfen wir einen Blick über die Bucht. Die hellen Steine bilden einen schönen Kontrast zum Blau des Meeres. Aber für meine empfindlichen Füße ist der Steinstrand nichts. Zum Glück haben wir uns in Argostoli noch ein paar Badeschuhe gekauft, mit denen wir am Strand entlanglaufen. Den Sprung ins Wasser überlasse ich lieber etwas kälteunempfindlicheren Zeitgenossen.

Myrtos Beach Kefalonia Der berühmteste Strand auf Kefalonia: Myrtos Beach

Nächster Stopp unserer Tour durch Kefalonia ist das idyllische Dörfchen Assos im Norden der Insel. Die Küstenstraße vom Myrtos Beach bis nach Assos ist wegen Arbeiten gesperrt, aber auch die Passstraße über den Kalon Oros bietet landschaftlich so einiges. Die Vegetation ändert sich langsam und zur typisch mediterranen Strauchlandschaft gesellen sich nun hochgewachsene Zypressen – eine Landschaft ganz nach meinem Geschmack!

Ziegen Ziegen bevölkern die Straße, die über den Kalon Oros führt.

Assos ist ein idyllischer Ort mit kleinen, bunten Häuschen, einem hübschen Hafen und einer schönen Bucht. In den Gärten wachsen Zitronen und ihr Gelb und das Rot, Pink und Lila der blühenden Sträucher und Bäume strahlt mit dem Blau von Meer und Himmel um die Wette. Doch in Assos zeigt sich, wie auf der gesamten Insel, auch ein anderes Bild: das Bild verlassener Villen, die sich die Natur zurückholt. Zu den verlassenen Villen gesellen sich Rohbauten, die dem Verfall überlassen wurden. Weil das Geld ausging und die Krise dazwischen kam.

Assos Kefalonia Malerisches Assos

Weiter geht es dann nach Fiskardo – einem Fischerdorf mit Anlegestelle für die vielen Segelboote. Hach, so ein Segeltörn wär schon was! Wir genießen die Stimmung, flanieren am Hafen entlang, gönnen uns einen frischen Fisch zum Abendessen und machen auch einen Abstecher in die Geschäfte. Ich bin zwar keine Shopping Queen, aber hier in Fiskardo gesellen sich zu den üblichen Souvenirgeschäften auch zwei Geschäfte mit traditionellen, griechischen Produkten.

Fiskardo Kefalonia Abendstimmung am Hafen von Fiskardo

Reiseroute Kefalonia: Fiskardo – Melissani Lake – Drogarati Höhle – Antisamos Beach – Skala
Auf eine Touristenattraktion in Kefalonia freue ich mich besonders: den unterirdischen Melissani See. Eine Touristenfalle, lese ich vorab im Internet, aber was soll’s. Schließlich fahre ich nicht jeden Tag nach Kefalonia. Durch eine Öffnung fällt Licht auf das glasklare Wasser. In einem Boot schippern wir über den See, der beinahe zu schön ist, um real zu sein. Und ich für meinen Teil zahle gerne 7 Euro dafür, diesen See für eine Viertelstunde erleben zu dürfen.

Melissani Kefalonia In der Höhle von Melissani: In der Mittagszeit fällt das Sonnenlicht auf den See.

Da enttäuscht mich die Drogarati Höhle, eine Tropfsteinhöhle, schon mehr. Wir folgen dem vorgegeben Weg durch die Höhle, bis uns ein Wachmeister auf die Mineralien und ihre Zusammensetzung anspricht. Die Mineralien wachsen in 100 Jahren nur einen Zentimeter, erzählt er uns, um uns im nächsten Satz ein Stückchen um 2 Euro zum Kauf anzubieten. Vielleicht ist auch dieser Ausverkauf mit Schuld daran, dass ich die Höhle mit einem unguten Nachgeschmack verlasse.

Drogarati Cave Kefalonia Ausverkaufte Natur: Drogarati Cave

Umso mehr freue ich mich auf den Strand von Antisamos – und das erste Mal wage ich mich auch ins Ionische Meer. Es ist kalt, aber nach dem ersten Kälteschock einfach nur wunderbar!

Antisamos Beach Kefalonia Antisamos Beach

Abends steigen wir in Skala ab, einem Ort im Süden, der mit den Fischerdörfchen in Kefalonias Norden nicht mithalten kann.

Reiseroute Kefalonia: Der Süden der Insel – von Skala zurück nach Argostoli
Extreme Beaching statt Island Hopping ist unsere Devise im Süden der Insel. Nach den Sehenswürdigkeiten wollen wir jetzt einfach ausspannen, Sonne, Strand und Meer genießen. Schmale Straßen führen zu einsam gelegenen Buchten mit Sandstränden. Während ich mich anfangs noch an der Strand-Bestenliste orientieren möchte, erkenne ich mit der Zeit, dass mir die weniger bekannten und daher ruhigeren Strände lieber sind als die hoch gepriesenen.

Süden Kefalonia Im Süden von Kefalonia

Tipps für einen Urlaub auf Kefalonia:

  1. Mietwagen buchen, um im Urlaub unabhängig und flexibel zu sein: Die Küstenstraßen bieten viele schöne Ausblicke, die zu einem Fotostopp einladen. Auch zu den Stränden führen oft etwas längere Anfahrtswege, die man in der Sommersonne lieber mit dem Auto als zu Fuß zurücklegt.
  2. Badeschuhe einpacken oder vor Ort kaufen: Die steinigen Strände des Nordens sind zwar traumhaft schön, aber eben nicht besonders angenehm zu laufen.
  3. Unterkünfte vor Ort suchen und einfach dort länger verweilen, wo’s gefällt: Wir haben nur die erste Nacht im Voraus gebucht und dann vor Ort nach einem Quartier Ausschau gehalten. Außerhalb der Hochsaison ist das kein Problem.
  4. Frischen Fisch essen: In den Fischerorten im Norden kommt jeden Tag frischer Fisch auf den Tisch. Auch in Katelios, im Süden, sollte man sich den frischen Fisch (Seebrasse, Wolfsbarsch, Schwertfisch, Dorsch, …) nicht entgehen lassen. Und wer einen Tropfen Wein dazu genießen möchte, sollte den Bio-Wein von Robola probieren.
  5. Rein ins Wasser: Auch wenn das Wasser im Mai noch empfindlich kalt sein kann, sollte man das Meer und seine schönen Farben nicht nur vom Strand aus bewundern. Also: Zähne einfach zusammenbeißen! Nach dem ersten Schock ist es einfach nur noch wun-der-schön!

Ihr möchtet noch mehr von den griechischen Inseln sehen und lesen? Wir haben ein paar wunderschöne Tage auf Santorini verbracht und 10 Tipps für einen Urlaub auf Santorini mitgebracht. Bei Anna und Vanessa von the-travelogue.com findet ihr wunderschöne Eindrücke von Mykonos und Janina von ferntastisch.de schwärmt von der griechischen Schönheit Zakynthos.

Welche griechische Insel ist euer Must-See? Verratet es uns in den Kommentaren!