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Japan Reise: Sehenswürdigkeiten und Reisetipps

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Unsere Japan Reise führt uns in 3 Wochen zu insgesamt sieben Stationen. Das Land der aufgehenden Sonne (Japan heißt auf Japanisch einfach Nihon bzw. Nippon, was übersetzt der Ursprung der Sonne bedeutet) begeistert. Wir planen die Reise individuell, sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit Bus, Bahn und U-Bahn, unterwegs und entdecken wunderbare Ecken. Die schönsten Sehenswürdigkeiten und unsere Reisetipps für Japan

Japan Reise: #1 Millionenstadt Tokio

“Tokio ist keine schöne Stadt”, steht im Reiseführer. Wir lernen Tokio auf unserer Japan Reise von einer Seite kennen, die es anscheinend gar nicht gibt.

Tokio und seine Sehenswürdigkeiten faszinieren mich: die Hochhäuser in Shinjuku – allen voran der Cocoon Tower, die Pachinko, die ausgeflippte Mode mit den zu großen Stöckelschuhen, wo das Gehen allein beim Hinschauen weh tut. Auf der Tokioter Champs Elysée, Omotesando, ziehen wir durch die Geschäfte. Auch wenn man nichts kauft, lohnt sich eine Runde durch Condomania, wo es Kondome in den unterschiedlichsten Farben und Geschmacksrichtungen gibt. Ein Hingucker ist auch das verglaste Apath, wo die Sneakers auf einem Laufband präsentiert werden und Graniph, das T-Shirts mit den Aufschriften “Das Haus Buch” oder “Und immer wieder geht die Sonne auf” zum Kauf anbieten. Wir haben viel Spaß beim Stöbern und als wir das Geschäft verlassen, lacht uns der Verkäufer zu: Er wird wohl ahnen, dass für uns die Aufschriften mehr sind als aneinandergereihte Buchstaben.

Da wir nicht ununterbrochen durch die Stadt hetzen bzw. Sehenswürdigkeiten abklappern wollen – und das bei der Hitze auch einfach nicht schaffen, entspannen wir in den Parks von Tokio: im Ueno-Park und seinem Lotusblütenmeer, im Yoyogi-Park, im Hibiya-Park und im Hamarikyu Garten. Mein persönliches Highlight: Tokio bei Nacht – der Blick auf Tokyo Bay, das Lichtermeer, die Aussicht vom Tokyo Tower, wo mir das erste Mal bewusst wird, dass Tokio eine Millionenstadt ist.

Japan Reisetipps für Tokio

Nehmt euch die Zeit, die verschiedenen Viertel der Metropole zu entdecken, auch fernab der klassischen Sehenswürdigkeiten. Streift durch das Ginza-Viertel, erkundet Roppongi bei Nacht, erlebt die Wolkenkratzer-Flut in Shinjuku. Und plant unbedingt genügend Zeit für Tokio ein! Ein paar Tage sollten es schon sein, denn hier befinden sich auch einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Japans: der Meiji-Schrein, der Tokyo Tower und die Tokyo Bay.

Japan Reise: Cocoon Tower in Tokio
Zählen zu den Top Sehenswürdigkeiten in Japan: Die Wolkenkratzer in Shinjuku, Cocoon Tower (rechts)

Japan Reisetipps: In Tokio die vielen Stadtviertel erkunden und in den Parks entspannen
Tokio: keine schöne Stadt? Doch! Tokio bietet nicht nur viele Sehenswürdigkeiten, sondern auch schöne Plätze zum Entspannen

Japan Reise: #2 Großer Buddha in Kamakura

Ein Tag am Strand führt uns am Anfang unserer Japan Reise nach Kamakura, wo wir uns den Daibutsu, den großen Buddha, anschauen. Nachdem wir das kulturelle Programm für diesen Tag abgehakt haben, legen wir uns an den Strand und genießen das herrlich warme Wasser.

Am Strand werden wir dann von zwei japanischen Jugendlichen auf Englisch, mit stark japanischem Akzent, angesprochen. Woher wir kommen, wollen sie wissen. Die Japaner sind freundlich zu uns, fragen, ob sie weiterhelfen können, wenn wir verloren wirken und mit einer Mischung aus Japanisch, Englisch und vor allem viel Körpersprache klappt auch die Verständigung.

Die Einheimischen sind auch neugierig: Sie beobachten uns, meist aus den Augenwinkeln, seltener offen und ein paar Mal werden wir fotografiert. Ein eigenartiges Gefühl, als Tourist von Einheimischen fotografiert zu werden…

Japan Sehenswürdigkeiten: Daibutsu, der große Buddha in Kamakura
Daibutsu, der große Buddha, in Kamakura

Japan Reise: #3 Faszinierender Fuji-san

Schon auf der Busfahrt von Tokio nach Kawaguchiko halte ich nach dem Fuji Ausschau. Ich will ihn sehen, den Vulkan, der nicht nur der höchste Berg Japans ist, sondern das einzige Motiv des Fotografen Yukio Ohyama. Der Fotograf, der nicht leben will, wie andere Menschen, hat es mir angetan. Seinetwegen wollte ich Fotografin werden, seinetwegen wollte ich den Fuji sehen.

Mit dem Bus fahren wir auf die 5. Station. Wir sehen Japaner und Ausländer, die sich auf dem Boden liegend von den Strapazen eines sieben-, acht- oder neunstündigen Aufstiegs erholen. Wir sehen die Menschenmassen, die wie Pilger auf den Fuji ziehen. Wir sehen die Bergsteiger, die sich nach einer stundenlangen Wanderung die letzten Meter von einem Pferdekarren zum Lager fahren lassen. Eine Amerikanerin, die für die Besteigung des Fuji angereist war, hat nur ein Wort für ihre Fuji-Erfahrung: “Horrible”. Und einen Tipp für uns: “Don’t go”. Aber das hatten wir sowieso nicht vor.

Reisetipps für den Fuji

Wenn ihr den Fujisan besteigen wollt, wählt ihr für eure Japan Reise die Sommermonate. Der Berg darf offiziell von Anfang Juli bis Ende August bestiegen werden. Wenn euch die Fuji-Besteigung allerdings weniger reizt, wählt besser eine andere Reisezeit für Japan. Wir waren 3 Wochen im August unterwegs und es war fast unerträglich heiß und schwül. Sicher sehr schön ist auch die Zeit der Mandelblüte. Ich persönlich würde allerdings den Herbst vorziehen.

Japan Rundreise: Fuji
Faszinierender Mount Fuji: Pflichtstopp auf jeder Japan Reise

Station Gogōme 5. Station
Station Gogōme (5. Station)

Japan Reise: #4 Atombombenstadt Hiroshima – May peace prevail on earth

Die Uhren stehen auf Viertel nach Acht im Friedensmuseum in Hiroshima. Taschenuhren, verkohlte Dreiräder, zerfetzte und verbrannte Kleidungsstücke von Menschen, die es nach dem 6. August 1945 nicht mehr gab. Und Briefe und Verträge, die diesen Wahnsinn, das “Experiment” Atombombe dokumentieren. Die Stadt, die der Inbegriff von Zerstörung und Krieg ist, hat sich dem Frieden verschrieben: Der Friedenspark, der Friedensbrunnen, das Friedensmuseum tragen die Hoffnung auf Frieden weiter. Auf der einen Seite steht der Atombombendom als Zeichen der Zerstörung, auf der anderen sind die vielen bunten Papierkraniche, die Hoffnung, dass ein Wunsch Wirklichkeit wird.

Hiroshima ist eine moderne japanische Stadt, nicht besonders schön, aber auch nicht grauer oder trostloser als andere Städte, wenn da nicht das Wissen um seine Vergangenheit wäre. Und das Wissen, wozu Menschen fähig sind.

Reisetipps für Hiroshima

Ich bin eigentlich keine Freundin von Museen, aber das Friedensmuseum in Hiroshima ist Pflicht, wenn ihr auf eurer Japan Reise einen Abstecher nach Hiroshima macht. Es rührt zu Tränen!

Eine der Top Japan Sehenswürdigkeiten: Atombombendom Hiroshima
Mahnmal und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes: Atombombendom in Hiroshima

Papierkraniche Hiroshima
Bunte Papierkraniche tragen die Hoffnung auf Frieden weiter

Japan Reise: #5 Miyajima

Ein Tagesausflug führt uns während unserer Japan Reise nach Miyajima. Von Reiseführer und Plakaten kenne ich das Torii im Meer, das rot im Licht des Sonnenuntergangs erstrahlt. Doch nicht das Torii ist der Grund, dass ich Miyajima zu den Highlights unserer Japan Reise zähle, sondern Senjo-kaku, die Bibliothek der buddhistischen Sutren, und der buddhistische Tempel, Daisho-in.

Reisetipps für Miyajima

Wir bekommen den Tipp, den Itsukushima-Schrein bei Ebbe anzuschauen, wenn die Besucher das Torii durchschreiten können. Mich hat der Anblick des matschigen Bodens aber nicht überzeugt. Ein anderes Mal würde ich bei Flut wiederkommen.

Unbedingt die Bibliothek der buddhistischen Sutren und den buddhistischen Tempel anschauen! Diese Japan Sehenswürdigkeiten lohnen sich besonders.

Miyajima
Torii des Itsukushima-Schreins in Miyajima

Eines meiner Highlights auf unserer 3 Wochen Japan Reise: Senjo-kaku
Senjo-kaku, die Bibliothek der buddhistischen Sutren

Japan Reise: #6 Amanohashidate – eine der drei schönsten Landschaften Japans?

Vom Kasamatsu-Park soll man eine wunderschöne Aussicht auf die Brücke zum Himmel haben. Ein Sessellift führt hinauf, aber ein Wegweise zeigt, dass es auch zu Fuß nur 0,9 Kilometer bis zum Aussichtspunkt sind. Nur, denke ich zuversichtlich. Aber 0,9 Kilometer können sehr lang sein, wenn man von Stechmücken umschwirrt wird.

Die Aussicht ist schön, aber der Himmel ist bedeckt und wie eine Himmelsbrücke sieht der Sandstrand nicht aus. Das Meer ist nach dem Taifun auch nicht schwimmtauglich, leider. Wir leben eben auch nicht mehr im 17. Jahrhundert. Zeiten ändern sich, Eindrücke unterscheiden sich. Amanohashidate hat kleine Tempel, Bambus wächst hier und der Ort ist nicht überlaufen. Aber zu den drei schönsten Landschaften Japans würde ich ihn dennoch nicht zählen.

Himmelsbrücke Amanohashidate
Himmelsbrücke in Amanohashidate

Japan Reise: #7 Tempelstadt Kyoto

Kyoto, die letzte Station unserer Japan Reise. In Kyoto, der alten Kaiserstadt, gibt es über 1.600 Tempelanlagen. Wir müssen eine Auswahl treffen und entscheiden uns für den Heian-jingu mit seinen chinesischen Eindrücken und seinem wirklich wunderschönen Garten, den Fushimi Inari mit seinen vielen Torii. Wir besichtigen den Goldenen Pavillon, Kinkaku-ji, und den Kiyomizu-dera mit seinen zwei Liebessteinen: Wer mit geschlossenen Augen unversehrt von einem Stein zum anderen geht, dessen Liebeswunsch geht in Erfüllung. Doch selbst wenn es nur wenige Meter sind: Die vielen Touristen machen allein einen Versuch unmöglich. Auch der Zen-Garten, Ryoan-ji, steht auf unserer Liste. Auf den ersten Blick bin ich enttäuscht, aber ich nehme mir die Zeit, setze mich und lasse den Steingarten auf mich wirken.

In Kyoto schauen wir uns noch weitere Japan Sehenswürdigkeiten an: das Kanalsystem der Stadt und das Gion-Viertel, das Yakuza-Viertel und Zentrum der Geishas. Dennoch: Kyoto ist die Tempelstadt Japans.

Reisetipps für Kyoto

Setzt in Kyoto bei den Sehenswürdigkeiten am besten auf Tempel, aber trefft bewusst eine Auswahl. Es macht wenig Sinn, wahl- und ziellos durch die Tempelanlagen zu irren. Meine drei Lieblinge sind der Heian-jingu (bekannt aus “Lost in Translation”), der Kinkaku-ji und der Fushimi Inari.

Goldener Pavillon
Goldener Pavillon in Kyoto

Lichter für die Verstorbenen

16. August in Kyoto. Obon, die Zeit, in der die Verstorbenen der Erde einen Besuch abstatten, geht ihrem Ende zu. Für die Verstorbenen ist es Zeit, dass sie ihren Heimweg antreten. Laternen und Bergfeuer leuchten ihnen den Weg.

Obon
Obon: Laternen lechten den Seelen der Verstorbenen den Weg.

Und auch für uns ist es Zeit, nach Hause zurückzukehren. Mit dem Nozomi 222 geht’s nach Tokio, wo wir uns am Abend noch ins Getümmel der Shibuya Crossing wagen und uns von den Massen treiben lassen.

Jetzt bin ich wieder zurück, zu Hause. Aber ein Teil von mir ist in Japan geblieben und ich warte noch, bis meine Seele nachkommt. Ich hoffe, sie findet den Weg.

Praktische Japan Reisetipps

Reisezeit: Die beste Reisezeit für Japan sind Frühling und Herbst. Unsere 3 Wochen Japan im August waren recht anstrengend. In den Sommermonaten ist es in Japan extrem heiß und schwül, was zahlreiche Mücken anzieht. Unbedingt auf guten Mückenschutz achten! Wer den Fuji besteigen will, hat dazu im Juli und August die Möglichkeit. Sollte eure Wahl dennoch auf August fallen, kann ich euch das Obon-Fest ans Herz legen. Sehr beeindruckend!

Japan auf eigene Faust erkunden: Wir waren 3 Wochen auf eigene Faust in Japan unterwegs. Auch wenn es anfangs etwas einschüchternd wirken mag, klappt die Verständigung mit etwas Englisch und viel Körpersprache doch ganz gut! Ich hatte zwar ein Semester lang auch einen Japanisch-Kurs an der Uni besucht. Meine äußerst rudimentären Japanisch-Kenntnisse halfen mir aber nur bedingt weiter.

Öffentliche Verkehrsmittel: Japan besitzt ein super ausgebautes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn, Bus, Bahn). Auch wer, wie wir, 3 Wochen in Japan unterwegs ist und das ohne Mietauto, kann sich bequem und einfach fortbewegen.

Japan – ein teures Reiseziel? Diese Frage lässt sich ganz einfach mit einem Ja beantworten: Das Preisniveau in Japan ist generell sehr hoch. Trotzdem hielten sich die Kosten für unsere 3 Wochen Japan in Grenzen, weil wir in Jugendherbergen übernachtet haben, viel mit dem Bus unterwegs waren und auf teure Restaurants verzichtet haben. Sehr teuer ist in Japan frisches Obst, weil vieles importiert werden muss.

Verhaltensregeln: Japan ist ein sehr zuvorkommendes und gastfreundliches Land. Ein paar Verhaltensregeln sollte man als Gast beachten. Dazu zählt etwa beim Betreten einer Tempelanlage die Schuhe auszuziehen, ein Eintrittsticket mit beiden Händen entgegen zu nehmen, die Nase in der Öffentlichkeit nicht oder nur dezent zu putzen. Beim Essen mit Stäbchen diese nicht senkrecht in die Speise stecken (erinnert an das buddhistische Beerdgungsritual). Und zu guter Letzt: kein Trinkgeld geben.

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