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Wanderspaß im Süden von Irland

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Wer an Irland denkt, denkt wohl gleich an Guinness und coole Pubs, die vielen fantastischen Straßenmusiker und eine lebendige Hauptstadt – Dublin. Die grüne Insel, wie Irland genannt wird, fasziniert aber vor allem durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Täler, Bergspitzen, Strände, Moore und sogar einen Fjord hat Irland zu bieten.

Meinen Wanderurlaub in Irland letzten Sommer habe ich sehr genossen. Hier möchte ich euch fünf schöne Wanderungen im Süden Irlands vorstellen.

 1. Von Waterville zu den weißen Stränden von Derrynane

Waterville liegt am Ring of Kerry, Irlands bekannter Küstenstraße. Das Küstenstädtchen war einst Feriendomizil von Charlie Chaplin und feiert heute noch jährlich den großen Komiker mit einem Festival. Hier starten wir unsere Tour, die uns zu den weißen Stränden von Derrynane führt. Entlang der Küste – immer mit Blick aufs Meer – wandern wir über blühende Wiesen, sehen grasende Schafe, entdecken ein steinzeitliches Dolmengrab und kommen an schönen Buchten vorbei. Den Sprung ins kühle Wasser wagen wir aber erst am Strand von Derrynane, wo wir uns entspannen und die Seele baumeln lassen.

Blick aufs Meer

Derrynane

Weißer Strand

2. Auf dem Burren Way

Der ca. 250 km² große Burren („steiniges Felsland“) im Süden der Galway Bay ist eine sehr eigentümliche Landschaft. Die Oberfläche des Kalksteinplateaus ist durch knietiefe Karren in rechteckige Felder gegliedert, so dass man gut achtgeben muss, wohin man tritt. Zunächst wandern wir querfeldein über die teils losen Kalksteinplatten, entdecken immer wieder Fossilien, begegnen auf einer Anhöhe wild lebenden Ziegen und gehen schließlich ein Stück auf dem Burren Way. Dieser Langstreckenweg von ca. 115 km bietet dem Wanderer allerlei: alte Steinwälle, weite Ausblicke über Felder und Wiesen auf das Meer sowie archäologische Fundstätten wie Klosterruinen und Dolmen.

Karges Felsland

Knarrenlandschaft

Kalksteinplateau3. Cliff Walk

Eine der bekanntesten Naturattraktionen Irlands sind mit Sicherheit die wildromantischen Cliffs of Moher im Westen der Insel. Die bis zu 214 m hohen Steilklippen erstrecken sich auf einer Länge von ca. 8 km und sind ein richtiger Hingucker. Wir starten unsere Tour in der Nähe des kleinen Ortes Lahnich. Bei herrlichem Wetter und einer leichten Brise wandern wir gemütlich auf dem schmalen Panoramasteig zum Atlantic Edge, dem modernen Besucherzentrum. Wir genießen fantastische Ausblicke auf das Meer, die Felsen und das Inland. Die in einem kräftigen Grün leuchtenden  grasbewachsenen  Plateaus enden hier abrupt in fast senkrecht abfallenden Steilwänden und bieten einen schwindelerregenden Blick in die Tiefe. Manche von uns wagen sich bis zur Abbruchkante und blicken liegend hinunter auf das tosende Meer. Möwen, Sturmtaucher und Papageitaucher nisten in Plätzen in den Klippen und unmittelbar vor den Klippen ragt ein einzelner Felsen, der Breanan Mór, über 70 Meter aus den Wellen empor. Wunderschön ist es hier.

Cliffs of Moher

Monolith

Vogelnistplatz

4. Der Glendalough Lake Walk

Bekannt ist Glendalough (gälisch: Das Land der zwei Seen) in der Nähe der Wicklow Mountains vor allem für die aus dem 6. Jahrhundert stammende Klosteranlage mit Rundturm. Der Glendalough Lake Walk beginnt bei der sehenswerten Klosteranlage. Der Wanderweg führt durch ausgedehnte Kiefernwälder zu einem verlassenen Minenarbeiter-Dorf. Nach einem kurzen Anstieg wird man mit einer wunderbaren Aussicht (wenn das Wetter passt) auf die zwei Seen belohnt. Über einen Bohlenweg geht es schließlich zurück zum Ausgangspunkt. Zugegeben, mit dem Wetter haben wir in Glendalough ein wenig Pech. Ein leichter Nieselregen ist unser ständiger Begleiter und sorgt dafür, dass wir bis auf die Knochen durchnässt sind. Trotzdem gefällt mir die abwechslungsreiche Wanderung, bei der wir mehrere Rehe sehen und durchs Moor wandern, sehr gut.

Klosteranlage

Rundweg

Upper Lake

5. Zum Torc Mountain

Unsere Wanderung zum Torc Mountain beginnen wir bei der Galway’s Bridge. Wir wandern durch den Killarney Nationalpark, der sich am Fuße der McGillycuddy Reeks, Irlands höchster Bergkette, befindet und aufgrund seiner Kombination aus Bergen, Seen, Wäldern und Wasserfällen landschaftlich besonders schön ist. Ein Bahnschwellenweg führt schließlich über weite Serpentinen zum Gipfel auf 535 m, von wo aus wir eine wunderschöne Aussicht auf die Seenlandschaft haben. Auf dem Rückweg kommen wir am Torc Wasserfall vorbei sowie am Muckrose House, einem alten Herrschaftssitz aus dem 19. Jahrhundert.

Killarney

Torc Mountain

Killarney

 

 

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