Schlösser, Burgen und Ruinen habe ich schon immer geliebt. Vor allem jene aus dem Mittelalter. Als Mädchen, weil ich mir das Leben auf einer Burg immer furchtbar aufregend vorgestellt habe: Mutige Recken, schön gekleidete Burgfräulein, dichtende Troubadoure und aufwändige Lanzenturniere prägten für mich das höfische Leben. Und ein Prinz auf einem stolzen Ross. Heute weiß ich, dass das Leben auf einer mittelalterlichen Burg alles andere als einfach war. Kalt und dunkel war es in so einem Gemäuer, die meisten Schlossbewohner mussten auf jeglichen Luxus verzichten. Das Leben auf einer mittelalterlichen Burg war wohl sehr mühsam und nur selten beschwingend aufregend.

Schlösser üben noch immer eine riesige Anziehungskraft auf mich aus: Sie zeugen von der reichen geschichtlichen Vergangenheit, die wir in Südtirol haben. Sie faszinieren, weil sie uns an Zeitepochen und Lebensweisen erinnern, die uns heute fremd erscheinen und gerade deshalb eine so große Magnetwirkung haben.

Um die 800 Schlösser, Burgen, Ruinen und Ansitze gibt es hierzulande, die aus unterschiedlichen Epochen stammen. Auf Felsvorsprüngen thronend, in Städten, Weingütern und Gärten liegend, prägen sie unser Landschaftsbild. Die einen beherbergen Museen und Sammlungen, andere dienen als Hotel, Restaurant oder Wohnort.

Südtirol ist Burgenland und lädt ein, diese Zeugen einer längst vergangenen Zeit zu entdecken und mit ihnen die herrliche Landschaft, die sie umgibt.

Schloss Runkelstein Schloss Runkelstein bei Bozen

Schloss Wehrburg Schloss Wehrburg in Prissian

Schloss Trauttmansdorff Schloss Trauttmansdorff bei Meran

Schloss Tirol Schloss Tirol

Burgruine Untermontani Burgruine Untermontani bei Morter

Burgruine Greifenstein Sauschloss Burgruine Greifenstein (Sauschloss) bei Siebeneich