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Eine Woche in … Andalusien

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Es ist Ende Oktober und ich sehne mich nach dem Sommer, den es heuer nicht gab. Also entschließe ich mich, eine Woche nach Spanien zu fahren. Andalusien – oder Al-Andaluz, wie es die Araber nannten – ist mein Ziel. Ich fahre zum ersten Mal allein mit einer Reisegruppe und bin neugierig auf die Mitreisenden (werden wir uns verstehen?) und noch mehr auf Spanien.
Ein kurzer Flug von München nach Málaga und wir sind da. Bienvenido en Andalucia! Wir haben ein Riesenglück, der Wettergott meint es gut mit uns. Täglich viel viel blauer Himmel und Sonnenschein, wir schwitzen sogar bei Temperaturen um die 30°C. An so viel mögliche Wärme, ja sogar Hitze hat niemand gedacht und so kommt es, dass die eingepackten langärmeligen Shirts und langen Hosen im Koffer bleiben. Wir laufen in kurzen Hosen, T-Shirts und Sommerkleidern rum. Besser geht’s nicht.

Andalusien
Am Strand von Nerja

Unser Programm ist anspruchsvoll. Lange schlafen? Keine Chance. Wir starten morgens immer zeitig, aber gutgelaunt los und kommen abends erschöpft mit vielen neuen Eindrücken und Bildern im Kopf zurück. Aber genau das ist es auch, was ich will. Was wir alle wollen. Sehen, entdecken, staunen.

In Frigiliana
In Frigiliana

Alles, was wir in dieser Woche sehen, finde ich toll. Ein Höhepunkt folgt dem anderen. Die Weißen Dörfer wie Frigiliana versprühen mit den engen, verwinkelten Gassen einen besonderen Charme; Nerja fasziniert mit dem berühmten Balcón de Europa, einer prächtigen Promenade entlang einer Felsklippe, und einem traumhaft schönen Meer. Ein Blick auf Gibraltar und Marokkos Küste macht mir deutlich, dass Afrika zum Greifen nah ist. Ronda ist eine charmante Gebirgsstadt mit der ältesten Stierkampfarena Spaniens und einer eindrucksvollen Schlucht. In Córdoba, Sevilla oder Granada erinnern eindrucksvolle Bauten an die Zeit der muslimischen Herrschaft, so zum Beispiel die einzigartige Mezquita mit ihrem berühmten Säulenwald in Córdoba. Als Moschee erbaut, wurde sie nach der christlichen Rückeroberung 1236 zur Kathedrale umgewidmet. Oder die weltberühmte Alhambra in Granada. Die Burganlage war die Residenz des letzten maurischen Königs und hat mich mit ihrer märchenhaften Architektur, bunten Mosaiken, herrlichen Pflanzen (darunter wunderschöne Granatapfelbäume) und Wasserspielen wahrhaftig begeistert. Ebenso sehenswert ist Sevilla, Andalusiens Hauptstadt, wegen ihrer prächtigen Barockfassaden und schönen Baudenkmäler. Nicht vergessen sollte man auch Málaga, Picassos Geburtsstadt. Die Hafenstadt hat eine lange und reiche Geschichte: Das Römische Theater und die Alcazaba, eine schöne maurische Festung, zeugen davon.

Mezquita Cordóba
Die Mezquita in Cordóba

Plaza de Espanha Sevilla
Auf der Plaza de Espanha in Sevilla

Alhambra Granada
Die Alhambra in Granada

Spaniens älteste Stierkampfarena in Ronda
Spaniens älteste Stierkampfarena in Ronda

Hafen Málaga
Der Hafen von Málaga

Andalusien ist nicht nur kulturell, sondern auch landschaftlich äußerst abwechslungsreich. Da gibt es die sonnenverwöhnten Strände der Costa del Sol und die ruhigere und ursprünglichere Costa de la Luz, während im Hinterland die Sierra Nevada (dort kann man Ski fahren), das Tal des Guadalquivir, Olivenhaine und sonnenverbrannte Ebenen das Bild bestimmen.

Torremolinos
Strand in Torremolinos

Auf dem Weg nach Ronda Andalusien
Auf dem Weg nach Ronda

Andalusien
Wüstenähnlich

Guadalquivir in Córdoba
Der Guadalquivir in Córdoba – Spaniens einzig schiffbarer Fluss

Auch kulinarisch ist Andalusien eine Reise wert. Überall gibt es Tapas, die sehr gut munden. Oliven, Serrano-Schinken, Tortilla und andere Köstlichkeiten zählen zu diesen köstlichen Häppchen, von denen ich immer am liebsten noch mehr probiert hätte.

Gazpacho
Gazpacho

Süße Avocadocreme
Süße Avocadocreme – Mmhhhhhh! Ein Genuss!

Tapas
Tapas

Paella
Paella

Und wer schon mal vor Ort ist, sollte es sich auch nicht entgehen lassen, eine feurige Flamenco-Show anzusehen. Der leidenschaftliche Tanz hat seine Ursprünge in Andalusien und erfreut sich in Spanien großer Popularität. Das Pepe Lopez in Torremolinos kann ich übrigens weiterempfehlen: Obwohl die großen Zeiten des Flamenco-Clubs längst vorbei sind, zahlt es sich auf jeden Fall aus, hier vorbeizuschauen, um leidenschaftliche Flamenco-Tänzer, faszinierende Gitarrenklänge und fantastische Sänger zu erleben.

Flamenco im Pepe Lopez in Torremolinos
Flamenco im Pepe Lopez in Torremolinos

Andalusien war ein voller Erfolg. Das Wetter war ein Hit, das kulturelle Programm fordernd, aber wunderschön, das Essen sehr gut und die Gesellschaft meiner Mitreisenden angenehm. Ein bisschen jünger hätte ich mir die Reisegesellschaft zwar gewünscht, aber ich habe mich während der Reise wohl gefühlt und würde es wohl wieder wagen, mit einer Horde von Unbekannten auf Reise zu gehen.

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