Ein Leben am Wasser: Klingt das nicht verführerisch? Im Ohr der Klang der Wellen, die Gedanken an den Alltag bei einem Spaziergang entlang eines Flusses dahinziehen lassen oder zuschauen, wie sich die Welt im Wasser spiegelt.

Für einen Tag lasse ich mich vom Rhein treiben, höre sein Rauschen beim europaweit größten Wasserfall, dem Rheinfall, und folge seinem Lauf. Der Rhein, seine Wassermassen und die idyllischen Orte entlang des Rheins wirken wie ein Touristenmagnet. Einer dieser Orte ist Stein am Rhein, das kleine Mittelalter-Städtchen mit seinen Gassen, den Fachwerkhäusern und kunstvoll bemalten Häuserfassaden. Wunderschön – und deshalb leider überlaufen. In jedem Gässchen, vor jedem Haus und auf jedem Platz tummeln sich die Massen. Etwas ruhiger wäre es mir lieber, aber ich bin ja auch nur eine von vielen, die es an diesem schönen Sonntagnachmittag an das Städtchen am Rhein zieht. Und begeistert bin ich! Wir ziehen durch die Gassen, gehen zum Kloster St. Georg. Ein Tor führt vom Innenhof direkt an den Ufer des Rheins. Ein ruhiges Plätzchen direkt am Rhein – ein Plätzchen zum Verweilen.

Weit weniger ruhig geht es am Rheinfall zu. Neuhausen und Schaffhausen teilen sich Europas größten Wasserfall. Er tost und braust und übertönt die Stimmen der Menschen, die wie wir dieses Naturschauspiel bewundern. Wir starten in Neuhausen, gehen gemütlich über einen kurzen Wanderweg von 20 Minuten zum Schloss Laufen in Schaffhausen. Für 5 Euro Eintritt haben wir Zutritt zu den Aussichtsplattformen direkt am Rheinfall. Hier wird man auch schon mal nass, aber was soll’s, wenn man die Möglichkeit hat, diesen tosenden Wassermassen so nah zu sein. Zurück geht es dann mit einem Boot, das uns zu dem am rechten Ufer gelegenen Schloss Würth in Neuhausen zurückbringt.