Eine Big Five Safari läuft ungefähr so ab. Tag 1: Wow, ein Elefant. Und noch ein Zebra! Sooo schön. Tag 2: Ein Löwe! Unglaublich, wie nahe er uns ist. Tag 3: Ein Leopard, der Wahnsinn! Aber ein bisschen weit weg ist er ja schon… Tag 4: Ach, nur Zebras und Gnus. Vielleicht sehen wir ja noch einen Löwen. Oder einen Gepard.

Big Five Safari Elefanten

Big Five Safari: Elefanten

Die Begeisterung für Gnus, Zebras und Impalas nimmt von Tag zu Tag ab. Dabei sind Zebras und Impalas so schöne Tiere, die ich mir stundenlang anschauen könnte. Und mich begeistert das Tausendste Impala mehr als der Schwanz eines Geparden, den ich irgendwo im hohen Gras wedeln sehe. Und doch ist es so. Wer auf Safari geht, will sie sehen: die Big Five, die größten und gefährlichsten Tiere Afrikas. Löwe, Leopard, Elefant, Büffel und Nashorn. Und den Gepard, der zwar nicht zu den Big Five zählt, dafür aber zu den edelsten und anmutigsten Raubkatzen.

Big Five Safari Elefanten Löwen

Big Five Safari: Elefanten und Löwen im Tarangire Nationalpark

Mit der Zeit wird man anspruchsvoller und die Safari-Träume wachsen: ein Leopard in unmittelbarer Nähe, ein brüllender Löwe, ein Gepard auf der Jagd. „Let’s see what nature has to offer us“, meint unser Guide Daniel. Diesen Satz finde ich wunderschön. Und das ist es, was wir uns in unserem Foto-Jagdfieber auf jeder Big Five Safari bewusst machen sollten: Es geht nicht nur um das perfekte Foto, sondern um den Augenblick.

Big Five Leopard

Big Five Safari: Ein Leopard ruht sich in einer Baumkrone aus.

Natürlich freue auch ich mich über den fressenden Gepard, den Löwen, der kaum einen Meter von uns entfernt ist und ich hoffe und fiebere, dass wir am letzten Safari-Tag im Ngorongoro-Krater noch ein Nashorn sehen. Aber wenn nicht? Dann hat mir die Natur auf dieser Big Five Safari mehr als genug zum Staunen geboten.

Big Five Löwe

Big Five Safari: Löwe im Ngorongoro-Krater

Big Five Safari durch den Ngorongoro-Krater

Im Ngorongoro-Krater ist die Wahrscheinlichkeit, die Big Five an einem Tag zu sehen, besonders hoch. Büffel, Gnus, Löwen und 29 Nashörner leben das ganze Jahr über im Krater. Einen Weg aus dem Krater gibt es für die Wildtiere nicht, aber man könnte sich ein schlimmeres Schicksal vorstellen.

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Big Five Safari: Büffel im Ngorongoro-Krater

Ranger bewachen den Ngorongoro-Krater rund um die Uhr. Die meisten Nationalparks sind von 6.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten ist es den Guides nicht erlaubt, auf Safari zu gehen. Wenn sie es dennoch tun, werden sie abgemahnt und müssen ein Strafgeld zahlen. Kein Wunder also, wenn der Guide kurz vor 18.00 Uhr die Rückfahrt zur Lodge antritt, auch wenn ein Löwe den Weg kreuzt.

Die Hauptaufgabe der Ranger ist der Schutz der Tiere – vor allem vor den Wilderern, die  Jagd auf das Nas-Horn machen. Das Horn gilt in Asien als Wunderheilmittel. Zwei der insgesamt 29 Nashörner im Ngorongoro-Krater zeigen sich uns, wenn auch nur von weitem.

Big Five Nashorn Ngorongoro

Big Five Safari: Eines der 29 Nashörner, die im Ngorongoro-Krater leben.

Und zum Abschied sehen wir noch eine Löwenfamilie – mit Löwenbabys. „They came to say goodbye“, meint unser Guide Daniel. Einen schöneren Abschied hätte ich mir gar nicht erträumen können.

Big Five Löwenbabys Ngorongoro

Die Big Five auf Safari: Löwenbabys