Dubai ist so, wie man sich die Metropole am Persischen Golf vorstellt: ein bisschen größer, ein bisschen höher und ein bisschen extremer als andere Städte. Dubai und ich – wir werden kein Liebespaar, das stand für mich vor meinem Kurzaufenthalt fest. Trotzdem lohnt sich ein Stopover in Dubai.

Mein erster Eindruck von Dubai ist in Nebel gehüllt: Wenn in Dubai der Winter beginnt, liegt am Morgen oft dichter Nebel über der Stadt. Bei unserer Ankunft Ende Dezember ist er so dicht, dass nur eine Flugbahn geöffnet ist. Nach 17 Stunden Flugzeit müssen wir 50 Kilometer entfernt zwischenlanden, weitere sechs Stunden im Flieger ausharren, warten, bis Sprit nachgeliefert wird und die neue Crew ihren Dienst antritt, bevor wir endlich in Dubai landen können.

Ich spüre den Jetlag und die fast 24 Stunden im Flugzeug. Am liebsten würde ich mich in unserem Hotelzimmer einfach aufs Bett legen, aber dann siegt doch der Entdeckergeist. An diesem Tag lassen wir es noch gemütlich angehen. Wir spazieren zum Dubai Creek und durch den Souk. Dann geben wir uns dem „höher, verrückter, extremer“ hin.

Burj Khalifa

Der Burj Khalifa ist das höchste Gebäude der Welt. 828 Meter hoch ragt die Stahl- und Glaskonstruktion in den Himmel. Wer „at the top“ sein will und nicht nur bis zu den Aussichtsplattformen im 124. und 125. Stockwerk fahren, sondern noch höher hinaus will, sollte frühzeitig sein Ticket buchen. Für 500 Dirham geht es dann bis ins 148. Stockwerk, auf 555 Metern. Die Extra-Meter machen sich bezahlt: Von hier oben wirkt die Stadt beinahe unwirklich.

Burj Khalifa Dubai

Stopover Dubai von oben

Dubai Mall

Aquarium gesellt sich zu Eislaufplatz, Wasserfall zu Geschäften, Springbrunnen zu Souk. Und wenn man dann vor einem in blauem Licht erstrahlenden Dinosaurierskelett steht (einem echten wohlgemerkt), dann ist man mittendrin in der Dubai Mall. Die Dubai Mall ist die größte Shopping Mall auf der Welt, was mich nicht wundert, der Dubai Dino schon mehr. Das Skelett aus der Jura-Zeit wurde 2008 in Wyoming gefunden, ist 155 Mio. Jahre alt und ging für eine nicht genannte Summe in den Besitz der Immobiliengesellschaft Emaar über. Emaar prägt das Stadtbild Dubais: Der Burj Kahlifa, die Dubai Mall, die Dubai Opera wurden von der Firma gebaut. Und auch das neue Projekt, The Tower at Dubai Creek Harbour, trägt ihre Handschrift. Nach dem Stopover in Dubai bin ich gespannt, was sich die Stadt am Persischen Golf noch für die Weltausstellung 2020 einfallen lässt.

Dubai Mall Wasserfall

Dubai Mall

 

Zwischen Bur Dubai und Deira: der Dubai Creek

Natürlich darf bei einem Stopover in Dubai auch eine Fahrt mit einem hölzernen Wassertaxi, der Abra, nicht fehlen. Wir lassen uns zu einer einstündigen Fahrt auf dem Dubai Creek überreden und schippern an luxuriösen Yachten und Handelsschiffen vorbei. Absetzen lassen wir uns dann in Dubais Altstadt, Bur Dubai. Es ist Freitag, Tag der Zusammenkunft. An diesem Tag heißt es für die Dubaier: ab ins Grüne! Vor allem junge Leute drängen sich auf den Grünflächen. Wir schlendern durch den Souk, die Läden schließen freitags allerdings früher. Das Freitagsgebet ist für jeden gläubigen Moslem Pflicht.

Dubai Creek Abra

Dubai Creek

Wüstensafari – Dune Bashing

Es gibt Landschaften, von denen man weiß, dass sie einem absolut liegen, auch wenn man noch nie da war. Eine solche Landschaft war für mich immer die Wüste. Meine erste Begegnung mit der Wüste stellte ich mir ruhig vor, eine stille Begegnung mit der Weite der Sahara. In Wirklichheit aber ist diese erste Begegnung rasant und erinnert eher an einen Tag im Freizeitpark: Wüstendünen rauf und runter heißt es beim Dune-Bashing. Unser Fahrer manövriert den Geländewagen gekonnt durch die Dünen, reißt das Lenkrad im letzten Moment herum und bleibt zwischendurch auch mal stehen, damit wir die Nebelschwaden, die über dem Wüstensand hängen, fotografieren können. Oder auf einem Sandboard die Dünen hinabrutschen können.

Dubai Desert Wüste