Zweieinhalb Stunden Autofahrt berechnet der Routenplaner für die direkte Strecke Dunedin – Invercargill. Wir sind auf unserem Neuseeland Roadtrip zweieinhalb Tage in den Catlins unterwegs. Grund dafür sind spektakuläre Wasserfälle, die Cathedral Caves und viele kleine und große Highlights entlang der Southern Scenic Route.

Erster Stopp in den Catlins: Nugget Point

Nugget Point in den Catlins

Unser erster Stopp entlang der Southern Scenic Route in den Catlins führt uns zum Nugget Point.

Nugget Point, das Kap am Nordende der Catlins, ist unser erster Stopp entlang der Southern Scenic Route. Beeindruckend steil fallen die Felsen hier zur Küste ab, über allem thront der Leuchtturm, der Nugget Point Lighthouse. Ein fünfminütiger Spaziergang bringt uns zum Leuchtturm. Unter uns liegen Pelzrobben auf den Felsen und Vögel, die Pinguinen zum Verwechseln ähnlich sehen, versammeln sich hier.

Über die Southern Scenic Route zu Jack’s Blowhole

Die Catlins und Jack's Blowhole

Jack’s Blowhole: Blick in die Tiefe

Über die Southern Scenic Route geht es für uns weiter zum nächsten Highlight in den Catlins. Mit dem Bild einer Wasserfontäne vor Augen, wandern wir durch das Weideland zu Jack’s Blowhole. Von der Aussichtsplattform fällt unser Blick direkt auf die markante Öffnung. Von einer Wasserfontäne keine Spur, obwohl die Flut bald ihren Hochstand erreichen müsste. Auf ein spektakuläres Herausspritzen des Wassers warten wir vergebens. Während andere Wanderer kommen und gehen, stehen wir auf der Aussichtsplattform und blicken voll Spannung in das Blowhole. Über einen Tunnel ist Jack’s Blowhole mit dem Meer verbunden und bei Flut strömen die Wogen herein und brechen sich an der Felswand.

Von Wasserfall zu Wasserfall: Purakaunui, Matai, Horseshoe, McLean und Niagara Falls

Purakaunui Falls in The Catlins

Imposant und wunderschön: die Purakaunui Falls

Der erste Wasserfall, den wir auf unserem Weg durch die Catlins ansteuern, ist der Purakaunui. Schon die kurze Wanderung durch den Regenwald ist bezaubernd: Pongas, die Silber-Baumfarne, und moosbewachsene Bäume flankieren den Weg. Die dreistufigen Purakaunui Falls sollen laut Reiseführer nach heftigen Regenfällen noch eindrucksvoller sein. Eindrucksvoll sind sie – und auch sehr fotogen.

Wasserfall in den Catlins: die Matai Falls

Wasserfall-Paradies Catlins: Bei den Matai Falls

Weiter geht’s zu den Wasserfällen von Matai und Horseshoe. Wieder führt eine kurze Wanderung durch den Regenwald zu den beiden Wasserfällen. Der Regen, der uns begleitet, macht uns nicht viel aus, ja, irgendwie passt das Wetter hier einfach dazu. Die beiden Wasserfälle allerdings sind weniger spektakulär. Schöner als die Wasserfälle sind die kurze Wanderung und der Regenwald. Immer wieder komme ich ins Schwärmen.

McLean Falls in den Catlins

The Catlins beeindrucken mit einer Vielzahl an Wasserfällen, wie hier bei den McLean Falls.

Die höchsten und imposantesten Wasserfälle sind die McLean Falls. Wieder führt ein wunderschöner kurzer Track durch den Regenwald zum Wasserfall. Sehenswert!

Es gibt noch einen fünften „Wasserfall“, scherzhaft Niagara Falls genannt. Die neuseeländische Version der Niagara Falls ist ziemlich unscheinbar und erinnert nicht wirklich an einen Wasserfall. Diesen Abstecher kann man sich schenken.

Cathedral Caves und Curio Bay

Cathedral Caves in The Catlins von außen

Die Cathedral Caves in den Catlins von außen …

Catlins: Die Cathedral Caves

und von innen. Entscheidend bei der Besichtigung: der richtige Zeitpunkt!

Wer die Cathedral Caves und die Curio Bay bestaunen will, muss auf die Gehzeiten achten: Die beste Zeit für einen Abstecher reicht von zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach der Ebbe. Am späten Nachmittag können wir die Cathedral Caves durchwandern, die gewaltige Höhle bestaunen und das Seegras, das hier wächst. Weil wir auch die versteinerten Baumstämme der Curio Bay noch sehen wollen, heißt es für uns aber schon bald weiterziehen. Das Besondere an der Curio Bay wird bei Ebbe sichtbar, wenn das Meer den petrified forest freigibt. Es handelt sich hier um einen versteinerten Wald, der über 160 Millionen Jahre alt ist. Mein persönliches Highlight der Curio Bay sind aber nicht die versteinerten Bäume, sondern ein Gelbaugenpinguin, der sich hier tummelt und alle Blicke auf sich zieht.

Curio Bay: Der versteinerte Wald der Catlins

Curio Bay: Der versteinerte Wald der Catlins

Gelbaugenpinguin an der Curio Bay

Gelbaugenpinguin an der Curio Bay

Slope Point

Slope Point: Neuseelands südlichster Punkt

Dem Südpol so nah: Slope Point, Neuseelands südlichster Punkt

Der südlichste Punkt Neuseelands liegt 4.803 Kilometer vom Südpol und 5.140 Kilometer vom Äquator entfernt. Und darin liegt auch seine Besonderheit. Den Slope Point erreicht man über eine kurze Wanderung durch Weideland. Es ist windig, bewölkt und etwas frisch, als wir zum südlichsten Punkt aufbrechen, dafür sind wir die einzigen Wanderer unterwegs.
Bevor wir unsere letzte Station in den Catlins ansteuern, legen wir noch einen Tank-Stopp ein. Zum Glück sehen wir unterwegs ein Hinweisschild zur nächstgelegenen Tanke in Tokanui, denn die Tankanzeige nähert sich schon gefährlich der Nullmarke. Durch die vielen Abstecher zu Wasserfällen, Küste und Aussichtspunkten entlang der Southern Scenic Route brauchen wir doch deutlich mehr Benzin als vermutet. Tipp: Die Chancen zum Tanken wahrnehmen! Man weiß nie, wann die nächste kommt.

Waipapa Point Lighthouse

Waipapa Point Lighthouse in den Catlins

Unser letzter Stopp in den Catlins: Waipapa Point Lighthouse

Unsere letzte Station in den Catlins führt uns zum idyllischen Waipapa Point Lighthouse. Nicht nur der Leuchtturm ist ein Hingucker, auch die Seelöwen ziehen noch einmal meine Blicke auf sich. Es ist wunderschön hier – und ein würdiger Abschluss durch dieses Naturparadies am Ende der Welt, die Catlins.

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